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Emotionale Geste
Schalkes Zalazar gedenkt Palssons Mutter

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Emotionale Geste: Schalkes Zalazar gedenkt Palssons Mutter
Foto: firo

Eine Geste, die berührt: Rodrigo Zalazar schoss das 5:2 gegen Sandhausen und widmete das Tor seinem Teamkollegen und dessen verstorbener Mutter.

Es war ein emotionales Spiel, und die Erleichterung war groß beim FC Schalke 04 nach dem 5:2-Sieg gegen den SV Sandhausen am Samstag. Größer als die Erleichterung über das Ende der Negativserie war jedoch die emotionale Wucht, die mit dem Tor zum 5:2 von Rodrigo Zalazar (82.) einherging. Als dieser nach 84 Minuten für Victor Palsson ausgewechselt wurde, gab es zunächst eine innige Umarmung der beiden Schalke-Profis. Und später viele bewegende Worte von Zalazar an Palsson auf Instagram. Dieser widmete sein Tor der verstorbenen Mutter von Palsson.

Es waren Worte, die man bei Rivalen auf die Plätze im defensiven Mittelfeld so nicht erwarten würde. „Du und ich wissen, wie speziell dieses Tor ist. Sie ist stolz auf dich und wird immer auf dich aufpassen. Danke dir für alles, wir sind zusammen“, schrieb der Uruguayer Zalazar. Der Hintergrund ist ein tragischer: Im Dezember vergangenen Jahres starb die Mutter von Victor Palsson mit 47 Jahren, sie war alkohol- und drogenabhängig. Der Hessenschau hatte der einstige SV-Darmstadt-Profi einmal gesagt: „Ihr Tod war, wie wenn du gegen eine Wand fährst. Es gab nur uns beide gegen den Rest der Welt.“ Sie war erst 17, als Sohn Victor das Licht der Welt erblickte. Noch immer hat der 30-Jährige mit Depressionen zu kämpfen, als einer der wenigen Fußballprofis geht der isländische Nationalspieler damit offen um.

Schalke-Trainer Grammozis lobt Palsson

War er zuvor noch Stammspieler, musste Palsson gegen Sandhausen lange auf der Wechselbank verharren. Doch Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis ermutigte seinen Spieler im Anschluss auch: „Victor hat seine Qualitäten. Er ist einer, der uns mit seiner Wucht, mit seiner Kopfballstärke, seiner ganzen Art und Weise, schon Spiele gewonnen hat."

Der zweikampfstarke Schalker hatte im vorangegangenen Spiel bei Werder Bremen (1:1) für unschöne Szenen gesorgt. Beinahe wäre er zum zweiten Mal in dieser Saison vom Platz geflogen, nachdem er sich den Ball zu weit vorgelegt und den Bremer Ömer Toprak umgetreten hatte. Die Rote Karte wäre vertretbar gewesen, es gab aber nur Gelb. Doch Trainer Grammozis hatte Palsson in der Pause ausgewechselt und dann auch gegen Sandhausen lange auf die Bank verbannt.

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